Pfiffige Partnersuche? – Academic Singles Review

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Nicht jede deutschsprachige Kontaktseite verfügt über eine .de-Domian. Academic-Singles.ch scheint sich augenscheinlich vor allem an die Schweizer zu wenden, entpuppt sich bei näherem Hinsehen aber als Angebot für flirtwillige Singles aus aller Welt. Grund genug für eine Academic Singles Review. Mal schauen, ob sich dieses Angebot lohnt.

Was ist academic-singles.ch?

Academic-Singles.ch sieht zwar nach einem Angebot aus der Schweiz aus, ist aber in Luxemburg registriert. Dennoch verrät der Name der Community bereits ihr vordergründiges Ziel: Die Seite wendet sich an Akademiker aus der Schweiz. Wer sich hier registriert, hat die Möglichkeit einer Partnersuche mit Niveau. Schnelle, oberflächliche Sexkontakte hingegen sucht man hier vergebens, wie ich schon zu Beginn meiner Academic Singles Review feststellen konnte. Eine Online-Recherche ergab außerdem die Information, dass es sich bei den Usern vor allem um Schweizer Staatsbürger handele – und die Akademikerquote 100% betrage.

Letzten Punkt kann ich definitiv widerlegen: Ich bin Deutscher, ich bin kein Akademiker – und ich musste bei der Registrierung auch keine Angaben in dieser Richtung machen. Nach meiner Schulbildung wurde schlicht nicht gefragt, theoretisch könnte ich also auch ohne jeglichen Abschluss hier Mitglied werden.

Diverse Quellen weisen darauf hin, dass hier mehr Frauen als Männer registriert seien, was für Kontaktseiten ungewöhnlich wäre. Wie belastbar diese Information ist, kann ich bei meiner Academic Singles Review allerdings nicht beurteilen. Ich bleibe also etwas skeptisch, während ich erste Streifzüge durch die Community mache.

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Unterhaltungswert

Der Name der Community klingt wie ein Versprechen und sollte sich unter anderem in Sachen Unterhaltungswert bestätigen.

In meiner Academic Singles Review muss ich allerdings feststellen, dass es mit der Unterhaltung nicht besonders weit her ist. Zwar kann man hier als zahlender User sicher viele unterhaltsame Kontakte knüpfen, ein spannendes Drumherum sucht man allerdings vergeblich: Man kann mit anderen Usern Kontakt aufnehmen, allerdings nur per Privatnachricht.

Ein Chat fehlt genauso wie die sonst üblichen Wettbewerbe, Produkttests, Empfehlungen für Swingerclubs und Reiseziele oder irgendwelche Gruppen, in welchen sich die User mit gemeinsamen Interessen zusammenfinden können. Zwar ist positiv zu erwähnen, dass durch einen im Anmeldevorgang getätigten Persönlichkeitstest bereits passende Partner/innen ermittelt wurden. Allerdings ging es dort beispielsweise nicht um Hobbies oder persönliche Interessen, die jedoch eine spannende Grundlage für einen neuen Kontakt sein könnten.

Immerhin finde ich im Verlauf der Academic Singles Review heraus, dass ich über Schaltflächen im Dating-Profil auch detailliertere Informationen in den Kategorien „Über mich“, „Mein Foto“, „Ansichten“ und „Lifestyle“ preisgeben kann. Meine Suchkriterien hingegen muss ich recht allgemein halten:

  • Alter,
  • Größe,
  • Gewicht,
  • Herkunft,
  • Rauch- und Trinkgewohnheiten
  • sowie die Fragen zu Kindern und
  • der Religionszugehörigkeit

kann ich hier zwar voreinstellen. Trotzdem kratzen diese Kriterien immer nur an der Oberfläche und sagen so gut wie nichts über den Charakter eines Menschen aus. Gerne hätte ich in der Academic Singles Review also ein wenig mehr Salz in der Suppe erwähnt – doch das ist hier leider kaum vorhanden.

Daher kann ich leider auch nur 1,5 Sterne für den Unterhaltungswert vergeben.

Abwechslungsreichtum

Abwechslung? Davon bietet sogar ein Käsefondue weit mehr, als man es für möglich halten würde. In der Academic Singles Review hingegen werde ich leider sehr enttäuscht. Sicher mag es eine gewisse Abwechslung versprechen, sich mit den verschiedensten Usern austauschen zu können, bei denen es sich ja stets um Individuen handelt. Darüber hinaus ist aber wirklich nichts zu finden, was auch nur entfernt an eine Abwechslung erinnern könnte.

So leid es mir tut, aber: Keine Abwechslung = Null Sterne.

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Preis-Leistungs-Verhältnis

Man muss kein Schweizer sein, um Mitglied bei den Academic Singles zu werden. Trotzdem wendet sich die Seite insbesondere an die Eidgenossen und gibt die Kosten in Schweizer Franken an. Die sind allerdings ebenso gestaffelt, wie man es auch von deutschen Communities kennt.

3 Monate Mitgliedschaft kosten 99,90 CHF (ca. 91 €) pro Monat, 6 Monate Mitgliedschaft kosten 69,90€ CHF (ca. 64,30 €) pro Monat, 12 Monate Mitgliedschaft kosten 39,90 CHF (ca. 36,75 €) pro Monat.

In der Academic Singles Review fällt mir sofort auf: Dafür, dass die Community keinerlei Extras zu bieten hat, sind diese Preise wirklich gesalzen.

Umgekehrt gilt aber: Wenn es tatsächlich stimmt, dass Academic Singles einen deutlichen Frauenüberschuss hat, könnte sich eine Mitgliedschaft lohnen.

Wenn die Partner fürs Leben zusammenfinden, kann der Preis dafür eigentlich nicht zu hoch sein. Und wenn sich die Partner einmal gefunden haben, wird beide nichts mehr auf dieser Kontaktseite halten. Vielleicht liegt hier einer der großen Unterschiede zu anderen Communities, in denen auch Paare häufig noch jahrelang registriert bleiben, um sich mit anderen Usern auszutauschen und nette Kontakte zu pflegen.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis ist also viel Licht und viel Schatten. 2,5 Sterne in dieser Kategorie.

Benutzerfreundlichkeit

What you see is what you get. Und das ist hier nur positiv gemeint.

Denn gerade deshalb, weil die Community nicht mit Buttons und Schaltflächen überfrachtet ist, erscheint sie mir in der Academic Singles Review als ehrlich und übersichtlich. Als neuer User brauche ich nur wenige Minuten, um die Funktionen der Kontaktbörse zu durchschauen.

In diesem Zusammenhang komme ich auch gerne noch einmal auf die Preisgestaltung zurück: Die Kosten sind zwar heftig, aber die Betreiber der Website geben sie auch offen und ehrlich an. Man weiß, woran man ist und darf sich deshalb auch nicht abgezockt fühlen. Übrigens gibt es erstaunlich wenig Kleingedrucktes – und auch der Button zum endgültigen Löschen des Profils ist ohne große Umwege zu finden.

Für die Benutzerfreundlichkeit vergebe ich gerne gute 4 Sterne.

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Design

Freunde des Minimalismus werden begeistert sein: Gleich zu Beginn meiner Academic Singles Review ist mir aufgefallen, dass man hier wirklich um Schlichtheit bemüht ist.

Dabei ist diese Aussage nicht nur negativ gemeint, denn jede Menge Bilder, Buttons und Laufschriften können eine Community vollkommen zerstören. Hier gibt es derlei Schnickschnack überhaupt nicht, dafür klare Linien und ebensolche Schaltflächen. Vielleicht könnte man die Website einer Anwaltskanzlei ähnlich gestalten, dafür wirkt erscheint mir die Community in meiner Academic Singles Review aber umso seriöser. Dieser Ansatz wird sicher manchen Spinner vertreiben – wenn der noch nicht durch die hohen Kosten vergrault wurde.

Sehr schön auch: Die sonst üblichen Hochglanzbilder von attraktiven Frauen, die ich sonst von so vielen Communities kenne, sind mir während der gesamten Academic Singles Review nicht untergekommen. Die Betreiber scheinen es also nicht nötig zu haben, neue User auf eine solche Art und Weise zu ködern.

3,5 Sterne für das Design der Academic Singles.

Community Daten

Für meine Academic Singles Review konnte ich keine Communitydaten finden, die durch die Seitenbetreiber selbstveröffentlicht wurden. Andere Quellen werden zwar konkret, doch der Wahrheitsgehalt dieser Informationen ist für mich nicht überprüfbar.

  • Mitglieder: 200.000 aus der Schweiz
  • Wöchentlich aktive Mitglieder: 35.000
  • Männliche Mitglieder: 45%
  • Weibliche Mitglieder: 55%
  • Altersstruktur: Überwiegend zwischen 25 und 44 Jahren

Preisübersicht

3 Monate Mitgliedschaft: 99,90 CHF (ca. 91 €) pro Monat, 6 Monate Mitgliedschaft: 69,90€ CHF (ca. 64,30 €) pro Monat, 12 Monate Mitgliedschaft: 39,90 CHF (ca. 36,75 €) pro Monat.

Die einfache Mitgliedschaft ist kostenlos, ermöglicht aber auch keine aktive Teilnahme in der Community.

Fazit im Academic Singles Review:

Das Ergebnis meiner Academic Singles Review ist eindeutig: Diese Community gehört zu den teuersten, die ich bisher testen durfte. Allerdings nicht zu den umfangreichsten, denn mehr als die reine Kontaktaufnahme zu anderen Usern ist hier einfach nicht möglich. Obwohl ich grundsätzlich lieber Privatnachrichten schreibe als zu chatten, ist das Fehlen eines Livechats ganz klar als Defizit zu betrachten.

Trotzdem möchte ich positiv erwähnen, dass die Frauenquote hier deutlich höher ist als anderswo. Dadurch sollten auch die Kontaktchancen für männliche Singles entsprechend größer sein als in anderen Communities.

Wer also keine Lust auf eine frustrierende, endlose Stunden andauernde und doch augenscheinlich vergebliche Suche nach interessanten Kontakten hat, könnte hier womöglich deutlich schnelleren Erfolg haben.

Denn der geringe Frauenanteil bei anderen Plattformen bedeutet eben auch, dass viele Männer mit einer einzigen Frau in Kontakt treten wollen. Natürlich weite ich meine Mitgliedschaft für die Academic Singles Review nicht auf den kostenpflichtigen Status aus – aber wenn ich Single wäre, würde ich tatsächlich ernsthaft darüber nachdenken.