Mile-High-Club – ein Muss oder den Aufwand nicht wert?

by

Wir alle wollen doch immer wieder dazugehören. Dafür gibt es unzählige Vereine und Clubs. Doch viele dieser Gruppen haben den Beigeschmack, ein wenig altbacken und konservativ zu sein. Der Mile-High-Club ist da eine erfrischende Ausnahme.

Was ist der Mile-High-Club?

Gibt es den Mile-High-Club wirklich? Obwohl viele Menschen der Meinung sind, dass es sich lediglich um einen fiktiven Club handelt, gibt es weltweit Mitglieder. Manch einer ist Mitglied, obwohl er nichts vom Bestehen dieses Clubs weiβ. Wie das möglich ist? Ganz einfach, jeder, der schon einmal Sex über den Wolken genossen hat, darf sich Mitglied des Mile-High-Clubs nennen. Es gibt keine Regeln oder Beitragsgebühren. Das einzige Problem sind die Flugcrew und die anderen Passagiere. Man sollte sich nicht erwischen lassen. Dies sorgt natürlich für einen besonderen Kick. Für diejenigen unter uns, die die Spannung und das Besondere lieben, ist der Liebesakt in einer Mindesthöhe von einer Meile ein unverzichtbares Erlebnis. Seit wann existiert der Mile-High-Club schon? Der Gründer dieses Clubs ist der amerikanische Pilot Lawrence Sperry. Schon im November 1916 wurde dank seiner Hilfe die Prominente Waldo Polk zum ersten Mitglied des Mile-High-Clubs. Um das Gefühl von prickelndem Sex in seinem Curtiss Flying Boat auszuleben, konstruierte er eigens zu seinem Vergnügen einen Autopiloten. Ob diese Geschichte nun Legende ist oder auf Tatsachen beruht, wissen wohl nur Lawrence und seine Geliebte Waldo. Sicher ist, dass dies der Beginn einer sexuellen Revolution über den Wolken war.

Obwohl bis heute bei dem Mile-High-Club von einer fiktiven Gemeinschaft gesprochen wird, gibt es doch weltweit private Fluggesellschaften, die sich auf die besonderen Bedürfnisse der Fluggäste eingestellt haben. Um dort einen Flug zu buchen, braucht man keinen Mitgliedsausweis. Auch was man miteinander treibt, bleibt hinter verschlossenen Kabinentüren.

Einer der ersten Flüge für Mile-High-Club Mitglieder und solche, die es werden wollen, erfolgte zwischen Singapore und Sydney. Singapore Airlines hat seinen Airbus A380 in der ersten Klasse mit mehreren romantischen Kabinen ausgestattet. Diese verfügen über ein verführerisches Doppelbett. Champagner macht diesen Flug perfekt. Zum Leidwesen der anderen Passagiere sind diese Kabinen allerdings nicht Schall isoliert. Aber ist dies wirklich Zufall? Oder wollte die Fluglinie lediglich auf den besonderen Service aufmerksam machen? Der Superjumbo erfreut sich jedenfalls groβer Beliebtheit. Im Jahr 2007 verzeichnete dieses Angebot der Fluggesellschaft so einen groβen Erfolg, dass die Airline für das Jahr 2008 noch fünf weitere Jumbos mit dieser erstklassigen Ausstattung nachorderte.

Für Passagiere, die den Sex mit dem besonderen Kick des Entdeckt-Werdens ausleben wollen, stellen sich rein organisatorische Fragen. Geht man als Paar auf Reisen? Oder sucht man in Zeiten des Internets auf dem virtuellen Weg nach einem Spielgefährten? Natürlich kann man auch “vor Ort” auf die Suche nach einem Partner gehen. Doch da ist das Angebot an Gleichgesinnten doch vergleichsweise klein.

mile high clubMan könnte denken, die Toilette sei der einzige Platz in einem Flugzeug für eine kleine feine Nummer. Aber nicht nur bei Nachtflügen bietet sich auch ein schneller Blow Job auf dem eigenen Platz an. Bei diesem Akt entspannt sich allerdings der Mann wesentlich besser als seine Partnerin. Für die etwas Diskreteren bietet sich zum Abdecken eine Jacke oder andere Kleidungsstücke an.

Ein Quickie im Gang ist da schon etwas für erfahrene Mitglieder des Mile-High-Clubs.
Das Paar steht auf dem Gang und schaut sich das Panorama der Wolken an. Da ist die schnelle Nummer von hinten ein echtes Erlebnis. Um diesen Akt unauffälliger zu gestalten, sollte man sich vor dem Flug Gedanken über die richtige Kleidung machen. Kleine, selbsteingeschnittene Schlupflöcher sind da sehr hilfreich. Ein Besuch in einer speziellen Dessousboutique kann für die nötige Vorfreude sorgen.

Wenn man das Glück hat, das Bordpersonal zu kennen, geht auch ein schneller Quickie in der kleinen Küche. Dafür braucht man allerdings eine verständnisvolle Crew, die einem ein paar Minuten Spaβ gönnen. Doch was macht eigentlich das Flugpersonal während ihrer Arbeitszeit?

Was während des Fluges im Cockpit alles läuft, können wir Fluggäste nur erahnen. Sicher ist, dass diese Berufsgruppe die besten Möglichkeiten für den schnellen Sex hat. Niemand der Passagiere darf während eines Fluges ins Cockpit. Und wer weiβ, wenn ein Crewmitglied ins Cockpit geht, ist es dienstlich oder doch eher privat? So kann Sex ja auch ein Gruppenerlebnis werden und steigert mit Sicherheit die Freude an der Arbeit. In der kleinen Küche dagegen gilt auch für die Crew, nur ein Quickie ist möglich – und wird auch immer wieder gern gemacht.

Auch tauchen Berichte von Stars und Sternchen auf, die Sex auf dem Flug hatten. In der Welt der Prominenz finden sich viele Mile-High-Club Mitglieder. Für manche dient das Erlebte als Mittel, um in die Schlagzeilen zu kommen. Die meisten Promis wollen jedoch lieber unerkannt bleiben. Sie genieβen ihre Sexabenteuer ohne öffentliches Interesse zu wecken.

Welches Land hat im Mile-High-Club die Nase vorn? Die Spitze wird angeführt durch die Franzosen. Hier scheinen wirklich die besten Liebhaber der Welt, zumindest über den Wolken, Ihre Leidenschaft voll auszuleben. Mit Abstand, aber dennoch auf einem guten 2. Platz finden wir die Deutschen. Das Volk, das durch allgemein als konservativ gilt, entfaltet sich über den Wolken zu wahren Genussmenschen. Auf Platz 3 kommen die Briten. Sie sind schon am Boden ein recht unkonventionelles Volk. Das spiegelt sich in der Luft gut wieder. Und natürlich will die Upper-Class auch Sex auf „höchstmöglichen Niveau“ leben. Ziemlich abgeschlagen hingegen findet man die Italiener und Spanier. Das dürfte den südländischen Gemütern doch nahe gehen. Vielleicht ändert sich die Rangfolge der ersten fünf Plätze ja in den folgenden Jahren.

Für Menschen, die einfach Spass am Sex haben, ist Sex über den Wolken auf jeden Fall eine Bereicherung. Und wenn man „es“ einmal über den Wolken getan hat, ist man zeitlebens Mitglied im Mile-High-Club.